Motto des Tages: „Die Leichtigkeit des Lebens, scheitert oft an der Schwere des Daseins.“ (Manfred Schröder)
Etappenbeschreibung von Schwarzwald-Tourismus:
Der Belchen gilt nicht nur unter Schwarzwaldkennern als der wichtigste und alpinste Gipfel im Hochschwarzwald. Kein anderer Berg überragt mit solch gewaltigen Wald- und schroffen Flanken die umliegenden Täler.
Zu Beginn sieht die vor uns liegende Etappe recht zahm aus. Vom Wiedener Eck führen mal Pfade, dann wieder Forststraßen durch den Nordhang des Dietschel, bis unter dem Heidstein der Wegverlauf nach Süden abknickt. Weiterhin, ziemlich auf einer Höhe bleibend, werden die enorm steilen Berghänge am Heidstein hinüber zur Krinne gequert. Mit dem Belchen baut sich nun der Kronprinz der Schwarzwaldberge vor einem auf. Ein steiler und steiniger Steig zieht sich durch den Rübgartenwald bergauf. Immer enger ziehen sich die Serpentinen im beständig steiler werdenden Gelände, bis die breite Gipfelkuppe (1414 m) erreicht ist. Vom Gipfelkreuz reicht der Blick auf fast alle wichtigen Gipfel des Schwarzwalds.
Einkehrmöglichkeit(en):
- km 2,8: Waldhotel am Notschreipass
- km 9: Berghotel Wiedener Eck
- km 15: Belchenhaus
Hotel am Abend:
- Hotel Haldenhof*, Haldenhof 1, D-79692 Kleines Wiesental / Ortsteil Neuenweg (*leider inzwischen dauerhaft geschlossen, Schwarzwälder Bote, 31.03.2026 – Schließungsbericht).
Kartenübersicht (Quelle: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/):

Copyright: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/

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Meine Eindrücke:
Heute geht es über den Belchen. Das Wetter ist noch schöner und blauer Himmel und Sonnenschein locken mich heute auf den Berg hinauf. Nach einem anstrengenden Anstieg – möglicherweise einer der steilsten des Westwegs – bietet sich mir oben ein unglaublicher Blick in alle Richtungen. Natürlich habe ich auch ungemein Glück, dass nahezu keine Wolke am Himmel stand und der Regen der Vortage die Luft „reingewaschen“ hatte. So konnte man in der Ferne sogar die Alpen sehen (leider auf den Kamerabildern nur zu ahnen). Begeistert verbringe ich recht lange oben auf dem Gipfel und genieße Wetter und Aussicht. Einfach umwerfend. Allein dafür hat sich der Westweg schon gelohnt (siehe Bildergalerie).

Fernblick vom Belchen
Der Abstieg hat dann beinahe „alpinen Charakter“, inklusive engen Pfaden an einer steil abfallenden Wand. Erneut danke ich meinen Wanderstöcken, die mir hier die nötige Trittsicherheit geben. Man sollte sich jedenfalls nicht von der Idee verführen lassen mit der bequemen Seilbahn auf den Belchen hinauf zu fahren um dann, mit unzureichender Kondition und Ausrüstung, den Abstieg zu Fuß zu wagen. Die Bergkuppe des Belchen besteht aus Granit, und die umgebenden Steilhänge überwiegend aus Gneisen, das erklärt vielleicht etwas besser die teilweise „alpin“ anmutende Beschaffenheit der Hänge.
Ich sage das jedenfalls nicht nur so dahin: Auf meinem Weg ins Tal begegne ich einigen Freizeit-Wanderern, die mit Sandalen und Flip-Flops (!) versuchen, den steilen Abhang hinab zu wandern und teilweise hilflos am Wegesrand stehen, weil es für sie nicht mehr hoch, noch runter geht. Der Belchen ist zwar nur ein Berg im Mittelgebirge, dennoch sollte man trittsicher und mit gutem Schuhwerk unterwegs sein!
