Motto des Tages: „Immer auf Hochtouren? Zuerst einen Gang runterschalten und dann einfach abschalten.“ (Helmut Glaßl)
Etappenbeschreibung von Schwarzwald-Tourismus:
Das Kinzigtal trennt den Nördlichen Schwarzwald ganz markant vom Mittleren. Vom kaum über 200 m hoch gelegenen Hausach steigen Höhenzüge in langgezogenen Bergrücken bis auf über 1000 Höhenmeter an und versprechen besonders am Hauptkamm eine attraktive Routenführung. Einmal mehr läuft der Westweg zu Hochtouren auf.
In einem Rutsch überwindet der Westweg die mehr als 550 Höhenmeter zwischen Hausach und dem Farrenkopf (789 m). Markant thronen Bergfried, Teil der Palasmauer und der Batterieturm der einstigen Zähringerburg über der Stadt. Der Westweg verläuft weiter konsequent auf dem mitunter überraschend schmalen Bergrücken in stetem Auf und Ab in Höhenlagen um 700 m nach Süden. So kommen im Laufe der Strecke etliche Höhenmeter zusammen, die sich bis zum Abend auf über 1,100 Meter summieren. Vom schiffsbugartigen, mit Eschen, Birken und Vogelbeeren bewachsenen Huberfelsen bietet sich bereits eine schöne Aussicht ins Tal der Elz. Schaustück der Etappe ist aber der, auf den letzten Meter mit Geländern gesicherte, Felsensteig auf den Karlstein (964 m). Das Ziel ist nahe. Eine letzte Möglichkeit zur Einkehr bietet das Gasthaus Rensberg, bevor die Etappe an der Wilhelmshöhe über dem traditionsreichen Wintersportort Schonach erreicht ist.
Quellen am Weg:
(Trinken auf eigene Gefahr)
Büchereckhütte
Einkehrmöglichkeit(en):
(Bitte vorher Öffnungszeiten prüfen)
- km 6,3: Hasemann-Hütte
- km 15: Hotel Schöne Aussicht
- km 18: Gasthaus Karlstein
- km 20: Vesperstube Silberberg
Hotel am Abend:
- Gasthaus Wilhelmshöhe, Lukas-Kuner-Weg 1, Rohrhardsberg, 78136 Schonach im Schwarzwald
Kartenübersicht (Quelle: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/):

Copyright: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/

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Meine Eindrücke:
Die heutige Etappe ist in der Tat eine der anspruchsvollsten Etappen der gesamten Tour. Drei steile und lange Anstiege zehren an den Kräften der Wanderer. Insgesamt werden auf der Etappe über 1000 Höhenmeter überwunden.
Ich starte früh und fühle mich nach meinem Ruhetag und der gestrigen, kürzeren Etappe sehr gut. Es ist es auch wieder hilfreich, dass es heute nicht ganz so heiß ist. Bei Temperaturen um die 22°C wandert es sich gleich viel leichter. Kein Vergleich zu den hochsommerlichen Temperaturen zum Anfang meiner Tour. Die Temperaturen machen auf dem Westweg eindeutig den Unterschied zwischen einer schweren, aber schaffbaren Etappe und einer qualvollen Erfahrung, die man am liebsten abbrechen möchte.
Zunächst geht es aus dem Kinzigtal hinauf bis man einen wunderbaren Blick auf Hausach hat. Dann geht es wieder auf dem Höhenweg entlang, mal hoch, mal runter. Inzwischen kennt man das ja vom Westweg. Und ich bekomme auch einen Blick dafür welcher Weg weiter führt: Wenn man z.B. an eine Weggabelung kommt, an der ein geschotterter, flacherer Weg weiter führt oder ein naturbelassener, steiler Trampelpfad, dann kann man sich eigentlich sicher sein, dass es der Trampelpfad ist, der die rote Raute auf weißem Grund trägt.
Doch ich bewältige diese Etappe erstaunlich gut. Es scheint so, das mein Körper endgültig den Rhythmus gefunden hat. Selbst die Blasen schmerzen nicht mehr so sehr. Natürlich komme ich immer noch ordentlich ins Schwitzen und die Anstiege erinnern an eine Kombination an die Anstiege bei Forbach und Unterstmatt, aber ich gehe diese steileren Wegabschnitte inzwischen erfahrener an, achte auf Puls und Atmung und trinke auch genug. Ich beginne mich zu wiederholen, aber erneut belohnt mich die heutige Etappe für meine Mühen mit ein zahlreichen schönen Aussichten in verschiedene Teile des Schwarzwaldes.
Am Ende der Tour bin ich zwar erschöpft, fühle mich aber glänzend. Nun habe ich mich endgültig an den Westweg gewöhnt und blicke voller Freude dem Rest des Wanderweges entgegen. Es warten noch zahlreiche Highlights auf mich: Titisee, Feldberg und Blauen!

Tor in Hausach

Hausach

Wahre Worte…

Fernsicht

Fernsicht 2
