Motto des Tages: „Anstrengung ist für edle Geister eine Stärkung.“ (Seneca)
Etappenbeschreibung von Schwarzwald-Tourismus:
Der Schwarzwald-Hauptkamm ruft! Über Badener Höhe und Hochkopf taucht der Westweg auf seiner dritten Etappe endgültig in die hohen Regionen des Nordschwarzwalds ein. Das Klima wird spürbar rauer, die Berge steiler und die Wege knorriger – entlang der Schwarzwaldhochstraße kommt der Westweg in Topform.
Von der über die Murg führenden historischen Holzbrücke verläuft der Westweg kerzengerade durch die Forbacher Altstadt zur Bundesstraße, überquert diese und steigt durch eines der romantisch-stillen Heuhüttentäler aufwärts. Kaum haben wir das Städtchen hinter uns gelassen, werden unsere Beine den ersten 450 m Anstieg zu überwinden haben. Doch schon bald können wir unseren müden Waden bei einem eiskalten Fußbad an der Schwarzenbach-Talsperre eine Entspannung gönnen. Wenn die Füße wieder fit sind, steht der Anstieg am Herrenwieser See an. 350 weitere Höhenmeter machen den langen Aufstieg aus dem Murgtal bis auf die ersten „Tausender“ des Nordschwarzwalds perfekt. Vorbei geht es an Badener Höhe und „Kurhaus Sand“, bevor uns der Westweg über einen letzten Anstieg auf den Hochkopf führt und uns zum Abschluss des Tages durch Hochmoore zum ehemaligen Kurhaus Unterstmatt geleitet.
Wasserversorgung:
(Trinken auf eigene Gefahr!)
- km 0: Forbach, ~3 Quellen im Ort, z.B. Hexenbrunnen kurz vor Ende des Weges (vor dem Aufstieg zum Panoramaweg)
- km 5: (500 Meter nach der Wegscheidhütte): Skt. Johannes Brunnen
Einkehrmöglichkeit(en):
(Bitte vorher die Öffnungszeiten und Ruhetage prüfen!)
- km ?? (ca. 2 km nach dem See): Naturfreundehaus (geschlossen)
- km 14: Bergwaldhütte Sand
- km 14: Sandgrube
- km 16: Soldatenbergheim Hundseck
Hotel am Abend:
Berggasthof Hochkopf, Raue Halde 6, An der Schwarzwaldhoch-Straße, D-77815 Bühl-Unterstmatt
Kartenübersicht (Quelle: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/):

Copyright: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/

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Meine Eindrücke:
Ich breche kurz nach 7:30 auf und wandere über die legendäre Holzbrücke los. Kurz hinter Forbach geht es steil bergauf und man ist froh, wenn man den ersten Höhenzug erreicht hat. Meine Entscheidung heute früh aufzubrechen erweist sich als goldrichtig: Es ist noch recht kühl und leichter Tau auf den Blättern sorgt für zusätzliche Abkühlung. Dank meiner Wanderstöcke, die inzwischen schon lieben gelernt habe, geht der Aufstieg deutlich besser voran, als wenn ich sie nicht gehabt hätte. Das Gewicht verteilt sich auf vier Punkte statt nur zwei und man läuft quasi wie an einem Geländer hinauf. Wirklich zu empfehlen!
Auf der heutigen Strecke gibt es leider keine Einkehrmöglichkeit, so dass ich den ganzen Tag Selbstversorger bleibe. Das ist aber nicht so schlimm: Wasser habe ich genug dabei und ich gehöre zu den Menschen, die bei körperlicher Anstrengung so gut wie keinen Hunger verspüren. Was mir aber hilft ist, sind die isotonischen Brausetabletten, die ich mir mitgenommen habe. Zumindest bilde ich mir ein, dass sie mir sofort die Energie zurück geben, die ich auf der Strecke brauche. Trotz der zurückliegenden Etappen in den Beinen, geht es gut den ersten Anstieg hinauf und mit kräftigen Schritten immer weiter hinauf.
Die Highlights dieser Etappe sind der Schwarzenbachstausee und die Badener Höhe mit einem tollen Fernblick. Inzwischen treffe ich auch die ersten Mitwanderer und wir tauschen uns über den Weg und Einkehrmöglichkeiten aus. Da alle ungefähr dieselbe Etappen laufen, begegnet man sich immer wieder auf dieser Tour.
Insgesamt empfand ich die dritte Etappe trotz des anstrengenden Starts als genau richtig: Nicht zu lang und nicht zu kurz, mit zahlreichen Abwechslungen und so, dass man Nachmittags nicht völlig erschöpft im Hotel ankommt. Ich ertappe mich bei dem Gedanken: So kann es weitergehen!
Mal sehen wie es mir morgen ergehen wird, denn abgesehen mal von den 29 Kilometern auf dem Westweg ist das Zielhotel noch rund 2,5 Kilometer vom Weg entfernt. Die voraussichtliche Wanderzeit wird 8-9 Stunden (!) angegeben, natürlich wie immer gerechnet ohne Pausen, etc….
