Das Wegenetz des Schwarzwaldvereins

Wenn man sich detaillierter über das Wegenetz des Westwegs informieren will, kommt man an den Seiten des Schwarzwaldvereines nicht vorbei.

Eine erste Übersicht liefert die pdf-Datei: "Wegenetz des Schwarzwaldvereins". Hier werden die verschiedenen Rautenmarkierungen und Wegweiser erklärt.

Sehr hilfreich für meine Planung war damals der Wanderservice des Schwarzwaldvereins. Heute findet ihr die Tourenvorschläge, Karten und Wegweiser im Tourenportal des Vereins.

Auf vielen Etappen kommt man an bewirtschaftete Hütten, Gasthäusern oder gar Hotel-Restaurants vorbei, an denen man Wasser auffüllen und auch etwas zum Essen bekommen kann.

Übernachten auf der Strecke ist hingegen so eine Sache: Für die Westwegabschnitte innerhalb des Nationalparks Schwarzwald ist die Regel eindeutig: Keine freie Übernachtung – auch nicht nur mit Isomatte und Schlafsack. Die Nationalparkverwaltung sagt ausdrücklich:

„Das Übernachten im Nationalpark ist generell nicht erlaubt – egal, ob mit oder ohne Zelt.“

Eine offene Schutzhütte umgeht dieses Verbot übrigens nicht. Eine öffentlich zugängliche Schutzhütte ist nicht automatisch eine Übernachtungshütte. Ich würde bei einer geplanten Nacht die Nutzungsregeln des Eigentümers bzw. der betreuenden Ortsgruppe prüfen. Der Schwarzwaldverein unterscheidet selbst zwischen Rast- und Schutzhütten und Wanderheimen mit Übernachtungsmöglichkeiten. Es gibt ausdrücklich dafür vorgesehene Angebote: etwa den Pod an der Hohenlochenhütte, den der Schwarzwaldverein Wolfach als ganzjährig geöffnete Übernachtungsmöglichkeit für Westwegwanderer betreibt.

Wer im Wald zelten möchte, findet mit den buchbaren Trekkingcamps im Schwarzwald ausgewiesene Übernachtungsplätze. Sie liegen allerdings nicht an jeder Etappe; die Übernachtungen wollen also mitgeplant sein.

Auch außerhalb des Nationalparks können strengere Regeln gelten. Ein konkretes Beispiel auf der Westvariante ist der Belchen: Dort sind Zelten und Lagern im Naturschutzgebiet verboten; die Ranger gehen ausdrücklich auch gegen Übernachtungslager vor. Mit „Ich habe ja kein Zelt“ kommt man dort also nicht weiter. Dies ist schade, weil natürlich das Übernachten im Wald seinen ganz besonderen Reiz hat. Auf dem Westweg sind viele Menschen unterwegs, darunter auch Tageswanderer und Mountainbiker. Gerade an beliebten Plätzen braucht die Natur deshalb ihre Ruhezeiten. Ein Grund mehr so wie ich von Hotel zu Hotel zu wandern und die Natur zu schonen.

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