Motto des Tages: „Der Gipfel der Glückseligkeit ist, keine Glückseligkeit mehr zu erstreben.“ (Dschuang Dsi)
Etappenbeschreibung von Schwarzwald-Tourismus:
Die Königsetappe des Westwegs ist zweifellos die Überschreitung des Feldbergs von Ost nach West. Oben am Gipfel, dem höchsten Punkt deutscher Mittelgebirge, macht sich nicht nur bei Westwegwanderern ein erhebendes Gipfelsturmgefühl breit. Manch einer würde wohl gerne länger verweilen, wäre da nicht noch der lange Weg zum Wiedener Eck.
Der neue Westwegabschnitt zwischen Hinterzarten und Feldberg-Grüble verläuft zu Beginn auf dem Emil-Thoma-Weg oberhalb des Zartenbachs taleinwärts. Langsam ansteigend wird die stille Lichtung „Am Feldberg“ erreicht, wo einzelne Waldbauernhöfe stehen. Hier ändert sich die Laufrichtung des Westwegs, er zweigt nach Süden ab. Jetzt beginnt der Weg deutlicher zu steigen. Aus dem Forstweg wird allmählich ein herrlicher Steig durch urwaldartigen Fichtenwald. Atemberaubende Tiefblicke auf den See und einen Hauch von alpinem Gefühl bietet ein kleiner Umweg über den Felsensteig auf den Seebuck (1448 m). Gut 20 Minuten später ist „das Höchste“ im Schwarzwald erreicht. An der Aussichtsplattform am 1495 Meter hohen Feldberg, vis-à-vis der Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes, steht man am höchsten Punkt Deutschlands außerhalb der Alpen und dementsprechend fulminant ist bei gutem Wetter auch der 360-Grad-Panoramablick. Schaustück ist das breit gelagerte Alpenpanorama im Süden, das den Wanderer auch auf dem Westweg über die St. Wilhelmer-Hütte bis zum Stübenwasen (1386 m) begleitet. Ohne große Höhenunterschiede wird der Trubelsmattkopf umrundet, bevor einige letzte Kilometer über freie Wiesenhänge zum Wiedener Eck führen.
Achtung! Mein Reisebüro buchte mich schon in Todtnau-Muggenbrunn ein, ca. 45 Minuten Fußweg vom Westweg entfernt. Meiner Meinung nach hätte man aber leicht bis zum Wiedener Eck weiterlaufen können.
Einkehrmöglichkeit(en):
- km 13,4: St. Wilhelmer Hütte
- km 17: Berggasthaus Stübenwasen
Hotel am Abend:
- Vitalhotel Grüner Baum, Schauinslandstr. 3, 79674 Todtnau-Muggenbrunn
Kartenübersicht (Quelle: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/):

Copyright: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/

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Meine Eindrücke:
Die heutige Etappe steht mir bevor, die „Königsetappe“, da sie über den höchsten Punkt des südlichen Schwarzwaldes führt: den Feldberg. Bei kühlem, aber trockenem Wetter gehe ich los. In Serpentinen geht es immer höher hinauf, und dank des gestrigen Regens gluckern die Bäche entlang des Weges freundlich dahin.
Ich kann es kaum glauben, dass ich schon den Feldberg erreicht habe. Am Anfang der Reise lag er so fern am Horizont, dass man ihn eher ahnte denn sehen konnte und heute liegt er nun vor mir. Es geht stetig nach oben, aber dank der seit Anfang meiner Tour gewachsenen Kondition kommt mir das kaum wie eine Belastung vor. Im Gegenteil, mühelos überhole ich Tagesausflügler auf der Strecke, so als hätte ich einen Turbo im Gepäck. Motiviert und voller Freude geht es dem Gipfel entgegen und das schlechte Wetter von gestern ist schon morgens nahezu weggeblasen und wird von Stunde zu Stunde immer besser.
Auf dem Feldberg, den ich um die Mittagszeit erreiche, bietet sich ein eindrucksvoller Fernblick, den leider meine Kamera nur unzureichend einfangen kann. Ich würde sagen, da hilft nur: Selbst diese Erfahrung machen!
Nach einer kurzen Einkehr mit einigen Mitwanderern in einer der Berghütten, geht es dann auch schon wieder mäandernd hinab ins nächste Tal. Ich freue mich schon auf morgen, denn dann steht mit dem Belchen nochmals ein Gipfel auf dem Programm.
